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Die Stadt (2008)

Posted by Jan Ischke on 5. August 2008 in Gedichte |

Ich stehe nun hier oben und schaue auf sie hinab:
die Stadt meiner Kindheit und die Stadt meiner Jugend…
Wie hat sich nur alles so sehr verändert?!
Verändert und doch blieb fast alles gleich:
Die gleichen Häuser, die gleichen Straßen, die gleichen Läden
(Aber nicht die gleichen Menschen; nein, die nicht!)

Wie schön war es doch mit den Eltern spazieren zu gehen,
wie schön, einfach mal im Garten zu entspannen,
wie schön war es als man noch Bekannte traf
und wie schön etwas mit den Freunden zu unternehmen,
egal ob Partys oder einfach nur Blödsinn zu machen.
Ja, ich hatte eine schöne Zeit.

Nun bin ich weggezogen aus dieser Stadt.
Alleine; weg aus meiner gewohnten Umgebung.
Was ist seitdem nicht schon alles passiert?!
Meine Eltern ließen sich scheiden,
ich habe neue Leute kennen gelernt und …
keine Eltern mehr, alleine!

Sie haben jetzt neue Partner gefunden;
und in meinem Zimmer, schläft nun ein fremdes kleines Mädchen.
Meine Sachen sind fast alle restlos weg aus meiner Stube.
Nun verbindet mich nichts mehr mit dieser Stadt
außer meiner Vergangenheit,
meiner unbeschwerten, glücklichen Vergangenheit.

Ich stehe nun hier oben und schaue auf sie hinab:
die Stadt meiner Kindheit und die Stadt meiner Jugend…
Ich bin gekommen um Abschied von ihr zu nehmen.
Es gibt nun eine neue Stadt, ein neues Leben.
Sie hat mir einst Schutz und Harmonie geboten,
doch das Leben geht weiter, mein neues Leben geht weiter.

von Jan Ischke (2008)

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